… der Sendung „Austrias Next Topmodel“ und ihren ProduzentInnen.
Abgesehen davon, dass hier erwachsene Frauen als „Mädchen“ bezeichnet und so als unmündige Gestalten behandelt werden, reduzieren Moderation, ProduzentInnen und ebenso ZuseherInnen die Frauen auf ihre Körperlichkeit und Konsumierbarkeit. Dass Aussehen steht im Vordergrund, schließlich soll man die Frauen ja verkaufen können, damit sie später von Plakatwänden nackt bis spärlich bekleidet für Parfüms, Unterwäsche oder Hautcremes werben. Dass dabei mit dem Maßband gedroht wird, psychischer Druck auf die Frauen ausgeübt wird und Körpernormen gelten, die eigentlich Kopfschütteln hervorrufen müssten, interessiert meist nur wenige.
Vor allem die ständigen Forderungen vor der Kamera á la: „Sei sexy, mach mich an!“ stoßen auf – hier wird mehr als deutlich, wie Frauen zu Objekten, genauer: zu Sexobjekten degradiert werden, die vor allem dem „männlichen Blick“ schmeicheln sollen. Und als sich bei all dem heterosexistischen Mist gar eine Kandidatin als lesbisch outet, ist die Aufregung besonders groß. Kann sie dann überhaupt für Männer, die ja in der Werbeindustrie in erster Linie als Zielgruppe bzw. in der Modeindustrie als wichtigste „Schöpfer“ (sic!) erachtet werden, attraktiv sein?…
Es ist ersichtlich: es bräuchte eigentlich eine ganze Kiste roter Tomaten, um dieser homophoben und sexistischen Sendung gerecht zu werden!
Die Kategorie “Der aktuelle Tomatenwurf gilt…” soll regelmäßig auf alltäglichen Sexismus hinweisen. Wir bewerfen Unternehmen, Personen, Werbungen und Projekte die sich aktuell durch sexistische Positionierungen auf sich aufmerksam machen virtuell mit einer Tomate. Wir freuen uns auch über Ideen, wem der nächste virtuelle Tomatenwurf gelten könnte.





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